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Autor
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Thema: Was soll das?? (Gelesen 15397 mal)
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Tobias
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Du hast schon recht, was die PDS angeht. Allerdings müßte die linke Szene dann auch alle kommunistischen Utopien über Bord werfen, da diese ebenfalls stets als stalinistisch und in bester Tradition des sowjetischen (und auch deutschen) Unterdrückungssozialismuses stehend verschrien werden - meist noch, bevor man dich ausreden hat lassen. Aufarbeitung der Fehler und Grausamkeiten der realsozialistischen Regime und Gedenken ihrer Opfer wäre sicher nicht verkehrt und ich bin auch gerne dazu bereit, daran mitzuwirken. Aber leider wird unter dem Deckmantel der Aufarbeitung gerne auch die Demontage des "Es geht auch anders"-Weltbilds betrieben...
Was deine "Signatur" angeht: Ich wollte dich nicht des Spammings bezichtigen, weder hier noch anderswo. Ich wollte nur vermeiden, das durch Antworten auf deine nichtgekennzeichnete Signatur (im Profil gibt es die Möglichkeit eine solche anzulegen) dieser Thread in eine Off-Topic-Richtung getrieben wird. Deshalb der Hinweis.
mpG Tobias
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« Letzte Änderung: 01.01.1970, 01:00:00 von 1052344800 »
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todschick38259
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---Du hast schon recht, was die PDS angeht. Allerdings müßte die linke Szene dann auch alle kommunistischen Utopien über Bord werfen, da diese ebenfalls stets als stalinistisch und in bester Tradition des sowjetischen (und auch deutschen) Unterdrückungssozialismuses stehend verschrien werden - meist noch, bevor man dich ausreden hat lassen.---- Aus diesem Grund lehne ich jede Form von Dokmenscheißerei ab. Das Zitieren von irgendwelchen Philpsophen,so unter dem Motto: Der hat in seiner Theorie dies,und der hat in seiner Theorie das gesagt!! Es ist mit Sicherheit nicht verkehrt wenn man einen gewissen Background hat,kann jedenfalls nicht verkehrt sein! Interessant müßte meiner Meinung nach jedoch das sein, was praktizierbar,praktikabel,umsetzbar und realisierbar ist,hier und heute,oder zumindestens demnächst,eine reelle Problemlösung bietet!!
--Aufarbeitung der Fehler und Grausamkeiten der realsozialistischen Regime und Gedenken ihrer Opfer wäre sicher nicht verkehrt und ich bin auch gerne dazu bereit, daran mitzuwirken. Aber leider wird unter dem Deckmantel der Aufarbeitung gerne auch die Demontage des "Es geht auch anders"-Weltbilds betrieben...--
Überzeugungsarbeit,kann man nur leisten wenn man glaubwürdig ist.Der breiten Masse der Bevölkerung (denn diese will man ja nicht wieder unterdrücken,oder???) gegenüber,kann man sich nicht als Antifaschist vorstellen, bzw. sich als antifaschist definieren,um dann, wenn die Menschenrechtsverletzungen der DDR angesprochen werden,fadenscheinig relativieren zu wollen. Meiner Meinung nach,sind die Charaktäre und die Menthalitäten die sich im DDR-Regiem verdient gemacht haben,die gleichen,wie die,die im Nationalsozialismus voller begeiterung "sieg heil" geschrien haben!! Ich bin der Meinung man sollte sich genau überlegen wofür man sich da hergibt,welchen Leuten man da ,durch sein engagement welche Freiräume zuschustert!! Ein glaubwürdiges Engagement kann es,glaube ich nur geben,wenn man sich ganz klar und eindeutig distanziert.Nicht nur von den Menschenrechtsverletzungen,die es in der DDR gegeben hat,sondern auch von der SED-Nachfolgepartei als solche,um den Tätern des DDR-Terrors keine Freiräume zuzuschustern.Ich werde meinen Namen jedenfalls niemals dafür hergeben! Was da abläuft ist zynisch!!! Wer solche Leute in seinen eigenen Reihen duldet ist auch nicht besser als irgendwelche Neonazis!!
Neosozialistisch????
Die Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung gilt für alle,auch die Möglichkeit sich zu organisieren um seine Belange und Interessen durchzusetzen,bzw geltung zu verschaffen! Im Gegensatz zu dem was in der DDR praktiziert wurde!!!!! Die Leute ,die in der DDR,für eine Freiheit,die bei uns selbstverständlich ist,das Maul aufgemacht haben,wurden von den Leuten in den DDR-Gefängnissen umgebracht,die sich hier und heute in der SED-Nachfolgepartei hinter einem freiheitlichem Deckmäntelchen verstecken!!Mit solch einem Background,kann man keine Überzeugungsarbeit,der freiheitsliebenden breiten Masse gegenüber betreiben! Denn es geht doch um Überzeugungsarbeit und nicht,um ein erneutes,totalitäres Regiem!!! Oder???
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« Letzte Änderung: 01.01.1970, 01:00:00 von 1052344800 »
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todschick38259
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Wie lange ist der vorherschende Parlamentarismus,der sich in der sog. ersten Welt etabliert hat ,noch tragbar,duldbar und tolerierbar?? Wird denn nicht aus den parlamentaristischen Systemen der sog.ersten Welt heraus ein ganz klarer und unverholender und unverblümter hegemonialer-Imperialismus und damit ein Kolonialismus betrieben? Legitimiert aus einer organisiert-kriminellen,elitär bourgeoisen Willkür in den Parlamenten,der sog. ersten Welt. Die auf diesem Wege betriebene Apartheitspolitik der ersten Welt, gegen den Rest der Welt,wird durch die Steuergelder der Proletarier finanziert, damit sich elitär boeugeois und organisiert-kriminell, einige Wenige bereichern können, um dann innenpolitische/wirtschaftliche Mißstände auf Arbeitslose und Ausländer abwälzen können, bzw. außenpolitisch den Widerstand der ausgebeuteten zweit und Drittweltländer, auf eine religiöse Ebene verlagern zu können; um dann wiederum, dies als Legitimierungsalibi anführend, im Sinne und zum Zwecke des hegemonialen imperialistischen Kolonialismus, Absatzmärke protektorieren zu können!! Eine runde Sache,die abgestellt gehört! Sind in unserem Parlamentarismus nicht eindeutig und ganz klar sozialistische Strukturen zu erkennen? Kommt eine große Koalition in unserem Parlamentarismus,nicht dem Bilden einer parlamentaristischen Einheitspartei gleich?? Ist das nicht ein Offenbarungseid??? Proletarier aller Länder wehrt euch!!!!! Friedlich! Die organisiert-kriminelle,elitär bourgeoise Willkür in den Parlamenten abstellen, Volks und Bürgerentscheide auf allen Ebenen und zu allen Problemen fordern!! Herrschaft bleibt Herrschaft, Rechts wie Links und in den Parlamenten! Viva la libertad!! No paseran!! Nichts wird vergeben, und nichts wird vergessen!! Links genauso wie Rechts!! Keine Macht,für Niemand!!! Radikal!! http://www.attac.de/forum/viewtopic.php?topic=400&forum=2&22http://hometown.aol.de/todschick38259/homepage/privat.html
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ParaMind
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Das System, wie es im moment fast überall praktiziert wird, ist von Grund her schlecht, denke ich. ... Also reißt die Scheiße ab und laßt uns überlegt von neu beginnen  Tut mir leid, aber ich definiere einen Radikalen dadurch, das er zunächst alles plattmachen, und erst hinterher das denken anfangen will - und genau das ist die Aussage deines letzten Satzes. Ein vom Grund her schlechtes System gibt es nicht. Sogar die Diktatur, bösestes aller Systeme, bietet den nicht zu unterschätzenden Vorteil, das der Staat auf Veränderungen schnell reagieren kann. Ich meine, unsere handlungsunfähige Demokratie hätte unser Schulsystem schon zwei Mal revolutionieren müssen, in den letzten 30 Jahren - jetzt ist man mal so ganz langsam am aufwachen, und kann sich auf nix einigen - schließlich muss man sich ja politisch profilieren. Ein Diktator kann notwendige, unpopuläre Entscheidungen treffen, unsere Politiker handeln armselige Kompromisse aus, bei denen unterm Strich alles beim alten bleibt. Diktatur oder handlungsunfähige Pseudodemokratie ? Ich kann nicht leichtfertig die Entscheidung treffen, was wirklich besser ist. Ein guter Diktator wäre mir lieber als eine unfähige Demokratie, doch Macht korrumpiert bekanntlich, folglich kann es keine guten Diktatoren geben, das ist der ganze Haken an der Sache. Das Beispiel sollte zeigen, das es keine grundlegend schlechten Systeme gibt - so wie es keine perfekten Systeme gibt. ParaM!nd
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one
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Hallo! @paraMind
hab mit meiner Aussage nicht nur das politische, sondern vorallem das ökonomische System angesrochen.
Das mit "von grundher schlechtes System" war vielleicht ein bißchen grob ausgedrückt, wollte damit darauf hinweisen, daß das System (ob pol. oder öko.) eine schwachsinnige Ideologie ist.
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ParaMind
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as mit "von grundher schlechtes System" war vielleicht ein bißchen grob ausgedrückt, wollte damit darauf hinweisen, daß das System (ob pol. oder öko.) eine schwachsinnige Ideologie ist.
Das liegt evtl. daran, das es sich hierbei nicht um Ideologie sondern um Realität handelt. Die Demokratie heute ist nicht das, was die Erfinder sich gedacht haben, sondern ein fauler Kompromiß, der Kapitalismus ist lediglich die Optimierung des Tauschhandels (mit all seinen Sonnen-und Schattenseiten) - jenes Tauschhandels, den ihr wieder einführen wollt. Warum einen Schritt zurück gehen ? Wie wäre es mit einer weiterentwicklung, welche die Schattenseiten reduziert ? Sagen wir mal, eine Kapitalbegrenzung, bei einem Kapital von über 1 Mio steigt die Steuer auf 100 % und wird für soziale/humanitäre Zwecke verwendet. Das ist natürlich sehr grobschlächtig gedacht und muss verfeinert werden, zB wer das fünffache des Durchschnitts verdient, 90 % Steuern zahlt. Damit würde der Großkapitalismus, den ihr hier so verabscheut, quasi unmöglich gemacht. So oder anders, Tauschhandel ist nicht die Antwort, es bedarf einer weiterentwicklung des Kapitalismus, ein Schritt zurück kann nicht die Antwort sein, demnach ist das System weniger Schwachsinnig als Eures - grob gesagt. ParaM!nd
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kalvin
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...möchte darauf hinweisen daß Erstens... Schenkwirtschaft != Tauschhandel Lies mal das Buch, Junge! Es geht auch irgendwie darum diesen Gedanken "Ich will möglichst viel für mich rausschlagen bei einem Handel" abzuschaffen; daß man eher "für einander" Arbeitet und nicht in erster Linie an den eigenen Gewinn denkt. Für wen Du etwas tust liegt bei Dir und da wirst Du Dir gut überlegen ob Du irgend welchen faulen Säcken was schenkst oder sonstigen milierten assis oder denen die letzens orndlich ma was auf die reihe gekriegt ham oder die sich besser ausdrücken können als ... is ja auch egal Es gibt so´n paar bekackte sektenanhängige spirtuellquatsch Fanaten, die glauben, alles was Du gibst, kriegste zurück, is so, die wissens halt nicht besser, wuä? steht das net sogar im Buch, schaise! Ein guter Kapitalist ist jemand der gut abzocken kann (und dann auch noch meint von dem den er abgezockt hat beneidet werden zu müssen).... Was einer in einer Panokratie abbekäme, der auf abzocken aus ist, mußde ma nachrechnen, und wehe wenn de da immer auf das gleiche ergebniss kommst... ... das bedeutet weiterhin Erstens ... Wenn de drüber nachdenkst wie das mit dem Kapitalisus sinnvoller laufen könnte dann hasde bestimmt schon mal den Namen Silvio Gesell gehört, orr wie orr wat? Bei der Weiterentwicklung der Tauschwirtschaft hat sich nämlich son kleiner Gag ergeben, und das führt angeblich dann dazu daß die Armen immer schneller immer ärmer werden und die Reichen immer schneller immer reicher, im Meer junge, solang bis genug Leute immer erst rasten müssen, sich dann alle gegenseitich die fiese fresse aus der schnauze haun, aber son kagg glaubste ja wohl selber net, junge und wenn de mich für bekloppt hälst, könnsde echt ma recht ham
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Wenn ich etwas nicht so sage, wie ich es meine, dann ganz bestimmt nicht diesen Satz!
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ParaMind
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Es geht auch irgendwie darum diesen Gedanken "Ich will möglichst viel für mich rausschlagen bei einem Handel" abzuschaffen; daß man eher "für einander" Arbeitet und nicht in erster Linie an den eigenen Gewinn denkt. Ich weiss, ihr wollt keine "Die Menscheit ist zu schlecht"-Argumente hören, aber wenn wir rein konstruktiv bleiben, lässt es sich nicht leugnen, das die Menschheit momentan materialistisch erzogen ist (auch wenn es nicht in ihrer Natur liegen sollte), eine solche Konditionierung zu durchbrechen ist bereits eine fast schon utopische Aufgabe. Zudem liegt es in der Psychologie des Menschen, das (fast) jeder glaubt, richtig erzogen worden zu sein, und wird seine Kinder vergleichbar erziehen wollen - demnach wird es auch Generationenübergreifend nicht allzu einfach sein, die Menschheit umzuerziehen. PS: Ey Aldea´ Schenkwirtschaft loaft auf deselbe Tauschwirtschaft hinaus, mit de Underschied, dat net laud über de Preis verhandeld wird - eine subtilelelere Foarm von de Tauschwirtschaft einfach. Und bedenkste, das de Realität stets ein fauler Kompromiß zur Ideologie ist, so ists jetzt bei de Demokratie und so wirds bei der Panokratie sein. ParaM!nd
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Burkhard
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Hab auf dem A-Camp von einer huebschen Form des Wirtschaftens gehoert, die man "Weiterentwicklung der Schenkwirtschaft" nennen kann: Nehmen wir mal an, die Gesamtgemeinschaft ist so gross, dass der individuelle Bekanntenkreis jeweils nur einen Bruchteil davon ausmachen kann. Dann ist die Gemeinschaft auch gross genug, dass man etwa Autos oder Computer bauen kann. Warum sollten Leute das tun? Weil sie es spassig finden, jeden Tag Schrauben an Fahrgestellen festzuziehen? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht eher, weil es sie befriedigt, zu wissen, dass man sie fuer gute Arbeit nicht verhungern lassen wird, auch wenn sie nicht selbst auf dem Acker stehen, und dass sie die Dinge ihres Bedarfs auch von anderswo erfragen koennen. Und weil es befriedigend ist, ein gutes Auto gebaut zu haben -- vielleicht eher, wie in einer Werkstatt, als wie an einem Fliessband, wenn auch mit hoeherer Technologie und Automatisierung usw. Zelle A mailt also an Autobauzelle B: "Ey, koennt Ihr ma n Stauto rueberwachsen lassen?" Autobauzelle B mault aeh, mailt zurueck: "Wiesonschonwieder? So langsam passt Ihr schon auf die Vordersitze Eurer Autos!" A: "Nee nich wahr! Euer letztes Auto ist uns kaputtgegangen." (folgt Diskussion der Umstaende, warum usw., man einigt sich, das kaputte Auto zu untersuchen und zu reparieren.) B schickt schlussendlich also das reparierte Auto mit einer Sitzreihe mehr zurueck und A spendiert allen B'lerInnen eine Runde. (Darf's ein bischen Tauschwirtschaft mehr sein?  ) Vielleicht ist ein ganzes Netzwerk von Kommunikation dazwischengeschaltet. Vielleicht ist eine ganze Grossgruppe an der Auto-Konstruktion beteiligt. Das ganze System jedenfalls ist eine Form der Selbstorganisationswirtschaft, bei der alle Personen und Gruppen einem Arbeitsbereich zugeordnet werden. Diese Arbeitsbereiche werden nach Bedarf und Beduerfnissen festgemacht, so dass eine stete und leichte Beduerfnisbefriedigung moeglich ist. Die Zuordnung geschieht nicht "von oben", sondern durch Absprache. Eine schnelle Reaktion auf neue Moden wird es zwar nicht geben, wie sie der Kap. ermoeglicht, aber eine auf langlebige Beduerfnisse angepasste Produktionsweise. Kommt die Produktion eines Arbeitsbereiches nicht nach, so wird eben eine neue Werkstatt aufgebaut. Sofern alle Grundbeduerfnisse aus der Gesamtproduktivitaet gedeckt werden koennen, besteht auch keine Notwendigkeit, Leute dafuer zu bestrafen, dass sie ihre Arbeit nicht ganz so flott machen. Bummelt jemand zu sehr, kann man ja mal nachschauen, ob die Person in einem anderen Arbeitsbereich mehr zustande bringt. Wird ein Arbeitsbereich nicht gebraucht, wird er halt umgewidmet. So machen die Leute zwar nicht, was ihnen gerade in den Kram passt, aber -- das System behutsam aufbauend -- es koennte eine funktionierende Volkswirtschaft darstellen. Im Kap. arbeitet auch nicht jedermensch nach dem Lustprinzip, und auch in der Schenkwirtschaft wollesenet verhungern. Gruss, Burkhard.
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(B) 2001
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ParaMind
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Die Zuordnung geschieht nicht "von oben", sondern durch Absprache. Bei den erfolgreicheren Unternehmen ist es seit Jahrzehnten out, das Befehle ungefragt von oben nach unten gegeben werden, die "Vorschläge" kommen von unten, werden von der Chefetage unterschrieben (oder auch nicht) und als "Anweisungen" wieder nach unten gegeben. Zudem gibt die elementarsten "Befehle" der Endverbraucher - also wir. Wenn wir leuchtend weisses Papier haben möchten, für das der Regenwald dran glauben muss, dann lässt sich damit Geld verdienen, und der Regenwald muss eben daran glauben, wenn wir es nicht möchten, ist damit kein Geld zu verdienen, und der Regenwald bleibt stehen. So einfach - und fast perfekt. ParaM!nd
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Burkhard
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Na, dann geh mal in den Laden und frag nach, fuer welche Schreibbloecke usw. Regenwaldbaeume gefaellt wurden. Bin gespannt, wieviel Information du darueber bekommst  Jedenfalls hast Du nur mittelbare Mitbestimmung darueber, wie Dein Papier hergestellt wurde -- indem Du dieses oder jenes Papier kaufst, und wenn Du glueck hast, traegt es irgend ein Zertifikat. Und es gibt laengst bluetenweisses -- Recyclingpapier  Du rennst bei mir offene Tueren ein, wenn Du sagst, die Marktwirtschaft ist nicht die schlechteste aller Wirtschaftsformen. Nur ist sie bestimmt auch nicht die beste. Sie ist irgendwie naheliegend und natuerlich, dennoch hoere ich nicht auf, nach Ergaenzungen und Alternativen zu suchen. Es gibt genug Bereiche, in denen der Markt versagt; z.B.: - Tragoedie der Allmende: Die Allmende war eine im Mittelalter verbreitete Form der Weidewiese, eine Weidewiese fuer alle. Sagen wir: Die Allmende kann 100 Schafe ernaehren, und 10 Schaefer weiden darauf je 10 Schafe. Nun bekommt eine der Herden Nachwuchs, und der Schaefer toetet dafuer keines seiner Schafe, andere ziehen nach, usw., bis jeder Schaefer 11 Schafe, bald 12, bald 20 auf der Wiese stehen hat. Bald kippt die Wiese um und veroeded, so dass nicht einmal mehr 50 Schafe davon satt werden. Die Problematik entsteht dadurch, dass der persoenliche Vorteil eines Schafs mehr auf der Wiese verhaeltnismaessig gross ist zu dem Nachteil, den die "Allgemeinheit" (hier die anderen Schaefer) hat. Die 10 Schaefer koennten ihr Problem loesen, indem sie ihre 100 Schafe gemeinsam halten und die Produktion ihrer Herde untereinander aufteilen, wodurch der Vorteil eines ueber die anderen verschwindet. Die Allmende-Tragoedie ist absolut aktuell: Ueberfischung der Meere, Abholzung des Regenwaldes, Ueberfuellung der Strassen (man schaue sich Peking beim Uebergang von der Fahrrad- zur Autostadt an). - natuerliche Monopole: In den USA faellt in einem Gebiet, das von Bevoelkerung und Flaeche mit ganz Westeuropa (etwa Spanien und Frankreich, oder auch Frankreich und Deutschland) vergleichbar ist, der Strom fuer einen ganzen Tag aus, wegen eines kleinen technischen Defektes. In England kommt aus den Trinkwasserleitungen regelmaessig unappetitliche, braune Bruehe, die eher an Abwasser als an Trinkwasser erinnert. In selbigem Land geschehen vermehrt Zugungluecke oder Zuege fahren streckenweise 30 km/h wegen des maroden Schienennetzes. Warum? Hier wurde ein natuerliches Monopol (eine Wirtschaftseinrichtung, die man nicht mal eben frei waehlen kann; typischerweise irgendeine Form von Infrastruktur) den Gesetzen des Marktes ueberlassen, mit den ueblichen Folgen eines Monopol-Angebotes: kein Konkurrenzdruck, kein Leistungsdruck, aber auch: keine oeffentliche Kontrolle -- kein Anreiz, saubere Arbeit zu leisten. Lass uns also ruhig unseren Produzenten auf die Finger gucken, wo sie uns lassen! (Wo sie uns nicht lassen, lass uns andere waehlen oder Druck ausueben) Das geht am besten in Gemeinschaft. Je mehr Transparenz, desto mehr ist es eine Vertrauensbeziehung -- und umso mehr verschwindet die Grenze zwischen den einzelnen Wirtschaftsmodellen. Aber warum soll man einen Wirtschaftskreislauf nicht von vorn herein auf Vertrauensbeziehungen aufbauen?? Gruss, Burkhard.
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(B) 2001
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ParaMind
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und wenn Du glueck hast, traegt es irgend ein Zertifikat. Hier greift wieder das kapitalistische Interesse. Die Hersteller von Recyclingpapier machen Werbung damit, das für ihr Papier keine Regenwälder dran glauben müssen. Und ausnahmslos jeder Hersteller rechtfertigt sich für die Herstellung seiner Produkte, von der Kassiererin brauchst du keine Erklärungen erwarten, beim Hersteller hingegen brauchst du nur Fragen. - Tragoedie der Allmende: ... Wenn die Schäfer die 100 Schafe also gemeinsam hüten, und diese Schafe dann gemeinsam exakt die selbige Menge Nachwuchs haben, wird die Wiese nicht leergefressen, weil ... ? Häääh  Ist die Theorie dann, das in einer Panokratie keine Motivation besteht, die dann GEMEINSAME Situation zu verbessern, den gemeinsamen Lebensstandard zu heben ? Gehts noch ? Dann würde eben die norwegische bla-Zelle die Meere leerfischen, weil Europäer und Asiaten auch Freitags Fisch haben wollen und eine günstige äh, Schenkvereinbarung getroffen werden kann. Die Meere werden nicht leergefischt, weil ein einzelner daran verdient, sie werden leergefischt, weil wir viele Menschen Fisch haben wollen, obwohl wir nicht an der küste leben. Wenn wir keinen wöllten, könnte niemand mit dem leerfischen der Gewässer Geld verdienen - und würde es folglich lassen. kein Leistungsdruck, aber auch: keine oeffentliche Kontrolle -- kein Anreiz, saubere Arbeit zu leisten. Was privatisiert ist (es lebe der Kapitalismus), MUSS rational, sicher und kompfortabel für den Kunden sein, sonst ist damit kein GELD zu verdienen. Entweder die Leute fahren mit Die Bahn oder eben mit die Auto, entweder sie bekommen gesicherten Strom über die Leitung, oder sie Stellen sich Solarpanelle aufs Dach und Windkrafträder in den Garten. Wenn trotz marodester Technik der Ami seinen Strom sicher bekommt (das war der einzige größere Stromausfall seit ewigen Zeiten), ist ihm als Kunden natürlich egal, ob die Oberleitungen nun rosten oder glänzen. GERADE durch Kapitalismus ist diese Motivation gegeben, im Gegensatz zur zB Planwirtschaft. Aber warum soll man einen Wirtschaftskreislauf nicht von vorn herein auf Vertrauensbeziehungen aufbauen?? Warum etwas von vorne her aufbauen (und das vorherige dazu erstmal zerstören), wenn man das Jetzige nur einen Daumenbreit ändern muss ? Denn mit Lass uns also ruhig unseren Produzenten auf die Finger gucken, wo sie uns lassen! (Wo sie uns nicht lassen, lass uns andere waehlen oder Druck ausueben) bist du genau richtig bei mir. ParaM!nd
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Burkhard
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Wenn die Schäfer die 100 Schafe also gemeinsam hüten, und diese Schafe dann gemeinsam exakt die selbige Menge Nachwuchs haben, wird die Wiese nicht leergefressen, weil ... ? ... weil sie eben eine GEMEINSAME Motivation haben, die GEMEINSAME Situation zu verbessern. Selbst wenn 10 Schaefer wissen, dass die Wiese nur 100 Schafe packt, denkt mancher vielleich: Wird schon keiner merken, dass ich 11 Schafe weide. Wenn sie ihre 100 Schafe weiden, wissen sie genau: 101 Schafe gehoeren allen zusammen, die Herde darf nicht zu gross werden. Dieses System funktioniert, weil sich alle 10 Schaefer kennen. Vielleicht geht es mit 6 Mrd. "Schaefern" nicht auf, aber es ist mir wert, darueber nachzudenken, wie es aufgehen koennte. (Alternativ: Natuerlich koennten die 10 Schaefer ihre Schafe auch markieren, und ein Polizist achtet darauf, dass nur markierte Schafe weiden. Unmarkierte Laemmer werden nach einer gewissen Frist geschlachtet und nach Zuordnung zu dem Mutterschaf, an dem es saeugt, wird der Halter bestraft. Der Aufwand ist definitiv groesser, und wesentlich weniger selbstorganisiert. Weisst Du eine bessere Loesung?) Nun gut: Wie willst Du die Ueberfischung der Meere durch Dein Wirken mindern -- ueber Fischverzicht und Moralpredigten hinaus? kein Leistungsdruck, aber auch: keine oeffentliche Kontrolle -- kein Anreiz, saubere Arbeit zu leisten. Was privatisiert ist (es lebe der Kapitalismus), MUSS rational, sicher und kompfortabel für den Kunden sein, sonst ist damit kein GELD zu verdienen. Entweder die Leute fahren mit Die Bahn oder eben mit die Auto, entweder sie bekommen gesicherten Strom über die Leitung, oder sie Stellen sich Solarpanelle aufs Dach und Windkrafträder in den Garten. Wenn trotz marodester Technik der Ami seinen Strom sicher bekommt (das war der einzige größere Stromausfall seit ewigen Zeiten), ist ihm als Kunden natürlich egal, ob die Oberleitungen nun rosten oder glänzen. GERADE durch Kapitalismus ist diese Motivation gegeben, im Gegensatz zur zB Planwirtschaft. Und die Briten, die schlechtes Wasser aus der Leitung bekommen, sollen dann bitte zu welchem Wassertraeger wechseln? Sich das Wasser zum Haarewaschen und Baden im Supermarkt kaufen? Da ist ein oeffentliches oder genossenschaftliches Wassernetz allemal effektiver. Unser deutsches "planwirtschaftliches" hat bisher ganz gut funktioniert, im Gegensatz zum britischen. Warum etwas von vorne her aufbauen (und das vorherige dazu erstmal zerstören), wenn man das Jetzige nur einen Daumenbreit ändern muss ? Wie kommst Du auf die Idee, ich wollte erst die Republik einreissen, wenn ich durch Aendern meiner Lebensweise im Zusammenwirken mit anderen mehr erreichen kann? Meinetwegen soll der Kapitalismus weiterleben, ich werde dennoch gegen Privatisierung und Cross-Border-Leasing von Wassernetzen u.a. kaempfen, weil es bedeutet, dass andere meinen Lebensraum gestalten, ohne dass ich Mitsprachemoeglichkeiten habe. Gruss, Burkhard.
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(B) 2001
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ParaMind
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Nun gut: Wie willst Du die Ueberfischung der Meere durch Dein Wirken mindern -- ueber Fischverzicht und Moralpredigten hinaus? Ich und Moralpredigt ? Bin ich Jesus ? Es braucht nichts anderes, als meinen persönlichen Fischkonsum einzuschränken. Heutzutage essen wir hierzulande was, und wieviel wir wollen, nicht, was wir uns nur leisten können, und die Allermeisten Menschen WISSEN, das die Meere überfischt werden - in einer Panokratie darf auch jeder essen, was er möchte (was er geschenkt kriegt/eintauschen kann), und in einer Panokratie wissen auch die Allermeisten, das die Meere überfischt werden. Also wo liegt da nochmal der Unterschied ? Die ominöse "gänzlich andere Erziehung" vielleicht, von der hier öfters die Rede ist ? Ich frage mich nur jedesmal, woher diese Erziehung den nur kommen soll, das sie nicht in einem demokratischen, freien Kapitalismus auch kommen könnte. Deine zehn Schäfer würden übrigens ohne Vorausschauendes denken denn Nachwuchs behalten, und den Profit kassieren, und wenn die Wiese hinüber ist, zur nächsten weiterziehen - oder mit Vorausschau würden zwei von ihnen Bäcker und Metzger werden, und die anderen acht könnten den Nachwuchs behalten - je im persönlichen, kapitalistischen Interesse, ob sie nun Bargeld oder Milch und Honig dafür geschenkt bekommen. Ich sehe schlichtweg keine elementare Änderung zwischen Kapitalismus und der - idealistischen - Schenkwirtschaft, ausser dass das geradezu geniale Regelwerk von Angebot und Nachfrage fast unersetzt wegfällt, und es undenkbar komplizierter, wenn nicht gar unmöglich wird, Leistung gerecht zu entlohnen. ParaM!nd
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Nospan
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[...] und in einer Panokratie wissen auch die Allermeisten, das die Meere überfischt werden. Also wo liegt da nochmal der Unterschied ? Die ominöse "gänzlich andere Erziehung" vielleicht, von der hier öfters die Rede ist ? Ich frage mich nur jedesmal, woher diese Erziehung den nur kommen soll, das sie nicht in einem demokratischen, freien Kapitalismus auch kommen könnte.
In der Panokratie würde Wissen sehr viel besser in die Breite gehen, heute indoktrinieren uns die Massenmedien, die von wenigen einflussreichen Lobbys und Privatpersonen gelenkt werden, Leuten wie Murdoch und Saban, der CMA. Also würde sich das Verbraucherverhalten viel schneller und einfacher ändern. Ich sehe schlichtweg keine elementare Änderung zwischen Kapitalismus und der - idealistischen - Schenkwirtschaft, ausser dass das geradezu geniale Regelwerk von Angebot und Nachfrage fast unersetzt wegfällt, und es undenkbar komplizierter, wenn nicht gar unmöglich wird, Leistung gerecht zu entlohnen.
Im Prinzip haben wir schon die Schenkwirtschaft in Form der Erbschaftsgesetzes, nur dass hier die Erbschaftssteuer regulierend einzugreifen versucht. weil Menschen meist aus eigennützigen Motiven heraus schenken (zum Beispiel, um sich beliebt zu machen), würde die Schenkwirtschaft in der Panokratie schnell zur Korruption führen, wenn sich in der Struktur des Systems ganz munter Clans und Familienverbände zusammenschließen, um andere gegeneinander über "Geschenke" auszuspielen. Hörigkeit beginnt mit kleinsten Manipulationen. Schenken kann sehr schnell zu Neid führen, wenn andere sich benachteiligt fühlen, vielleicht, weil sie übergangen wurden. Daher bin ich dafür, generell das sog. freie Schnenken durch einen möglichst gerechten Tauschhandel zu ersetzen und erwirtschaftete Überschüsse an eine unparteiliche Instanz abzuführen, die sie dann weitergibt, wenn es sich um bestimmte Güter handelt, die nicht jeder erwerben kann.
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